Statements

Zukunft und mein sogenannter Ruhestand

Liebe Besucher, ich begrüße euch aufs Herzlichste und freue mich, dass ihr hier gestrandet seid. Ich bin Achim und seit 2016 beziehe ich eine sehr geringe Altersrente. Die angesammelten Jahresringe beinhalten logischerweise ein kleines Resumée über meine Vergangenheit. Ein Beamtenleben kann ich nicht vorweisen, aber dafür ein sehr buntes, gelebtes Leben mit vielen glücklichen Erfahrungen. Nicht nur ich stehe am Anfang vieler Veränderungen. Im Jahr 2016 konnte ich mich durch den Eintritt in die Altersrente vom Berufsleben zurückziehen. Weil die sehr geringen Rentenbezüge kaum zum leben reichen, die Gesundheit und körperliche Kraft nachlässt muss ich mir Gedanken über den letzten Lebensabschnitt machen. Seither sehe ich die Welt gelassener, mit mehr Abstand, denn nicht nur ich, sondern auch alles um mich herum ist im Wandel.

Kaum einer hält das aktuelle Arbeitsmodell "schuften bis zum Tod" mehr aus. Viele Leute wollen ausbrechen, sie wollen alles hinschmeißen. Schau dir an, wie viele Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, wie viele Menschen aufgrund ihrer Arbeit an Depressionen leiden, wie viele Menschen ein Burn-Out haben. Unternehmensarten ändern sich. In den vergangenen Jahren explodierte die Zahl an Start-ups und tausende Firmengründer verwandelten ihre Garagen in Büros, um dort ihre Milliarden-Dollar-Ideen in die Realität umzusetzen. Sie legten alles daran, Investoren zu finden um finanziert zu werden. Alle sieben Milliarden Bewohner dieses Planeten entfernen sich immer mehr voneinander, es geht nur noch ums Geld. Die Menschen leiden darunter. Es kamen bereits viele großartige Start-ups ins Schleudern, weil ein profitorientiertes Geschäftsmodell durch Seelenlosigkeit unendlich sinnentleert ist.

Wir brauchen eine neue Art von Unternehmen mit mehr sozialer Zusammenarbeit. Vielen Menschen ist klar geworden, dass es nichts bringt, sich alleine durchzuschlagen. Neue Konzepte, die auf “miteinander Teilen” basieren, setzen sich durch und zeigen einen Richtungswechsel in der neuen Gemeinsamkeit, endlich wird die Bedeutung der sozialen Netzwerke klarer, die Zusammengehörigkeit wächst und man unterstützt sich gegenseitig mehr. Das Internet verhindert oft die Kontrolle der Massen durch Demagogen und bietet eine gute Chance, sich persönlich zu bilden. Durch Konsumverzicht und bewusstes Essen kann zusätzlich eine veraltete Lebensführung abgelegt werden. Weniger Menschen fahren Auto, weniger Menschen stürzen sich in Schulden und dafür tauschen mehr Menschen Kleidung untereinander, kaufen gebrauchte Sachen, teilen sich Geräte, Autos, Wohnungen und Büros. Wir brauchen all das nicht, von dem uns immer gesagt wird, dass wir es benötigen. Die Lebensmittelproduktion ist eine der wichtigsten Grundlagen unserer Gesellschaft. Wenn wir die Einstellung zu unserem Ess- und Konsumverhalten ändern, müssen die Unternehmen darauf reagieren und sich an die neue Nachfrage anpassen.

Spiritualität war viel zu lange nur etwas für Esoteriker. Wir haben die Grenzen von Vernunft und Rationalität erreicht. Uns ist klar geworden, dass wir nicht alles, was auf dieser Welt passiert, allein mit unserem Verstand erklären können. Wie das Leben funktioniert, was nach dem Tod passiert, was es mit den Energien der Quantenphysik auf sich hat, wie Gedanken die Realität beeinflussen und wie wir mit ihnen unser aller Bewusstsein verändern können. In unseren herkömmlichen Schulsystemen haben wir ein Modell erschaffen, das nur Anhänger des alten Systems großzieht und Menschen dazu zwingt, möglichst „normal“ zu sein. Zum Glück setzen sich viele Menschen für alternative Konzepte ein, wie beispielsweise informelles Lernen, die Mitgestaltung des Unterrichts oder Unterricht zu Hause. Die Menschen wachen allmählich auf und ihnen wird klar, in welch einer verrückten Gesellschaft wir leben. Mein Fazit: trotz eines sehr geringen Einkommens kann ein erfülltes Leben mit Leidenschaft und sozialer Hingabe geführt werden. Trotzdem muss die Politik genau beobachtet und beeinflusst werden.